Familienstellen

Die Bewegung des Geistes ist im Urgrund der Quelle – Indem wir geboren werden übernehmen wir Schicksale und Ereignisse der Ursprungs- und Gegenwartsfamilie. Wir besitzen mit den Menschen unserer Familie, der wir angehören, ein gemeinsames Ich und eine gemeinsame Seele. Damit sind wir mit Schicksalen und Ereignissen unserer Familienmitglieder verstrickt. Diese Verstrickungen haben weitreichende, tiefe Wirkungen in vielen Lebensbereichen. Wer verstrickt ist handelt oft blind. Das heisst, dass wir aus einer unbewussten Liebe bereit sind, uns selbst für andere, die vor uns waren, zu opfern. So kann sich zeigen, dass wir in unserem Leben magisch unglückliche Beziehungen, Misserfolge in Beruf sowie persönliches Leid von schweren Erkrankungen, Unfälle und sogar die Übernahme fremder Schuld bis zur Todessehnsucht anziehen.
Durch Aufstellungsarbeit wird es möglich, anstehende Hindernisse aufzudecken, zu verstehen und in einen für alle Beteiligten erlösenden Fluss zu bringen.

Vorgehensweise im neuen Familienstellen

„Die Bewegung ist die Quelle des Geistes, der Geist ist etwas in dem wir sind, an dem wir teilhaben“

Das neue Familienstellen ist eine andere, eine geistige Dimension, in der all jene trennenden Unterscheidungen wegfallen, die auf der Ebene des Gewissens so wichtig sind. Alles was in Bewegung ist, ist geistige Bewegung. Die Bewegungen des Geistes haben ihre eigenen Gesetze und gehen über die Gesetze des Systemischen hinaus.

Als Leiter der Aufstellung nehme ich eine innere Haltung ein; ich bin allem und allen wohlwollend zugewandt. Ich frage den Klienten nach seinem Anliegen, begebe mich in das geistige Feld und vertraue auf die geistige Führung und Eingebung. Auch folge ich meinem inneren Impuls und gebe mich in dieses Feld ein, in welchem der Klient (der Aufstellende) genauso wie ich selbst geführt wird. Wenn ich den Klienten und die Stellvertreter je nach Anliegen aufgestellt habe, so werden diese von einer inneren geistigen Bewegung erfasst, die sich in eine sichtbare, körperliche Bewegung umsetzt. Meine Beobachtung ist den Bewegungen der aufgestellten Personen gewidmet, wenn nötig wähle ich noch zusätzliche Stellvertreter aus. Ich bin im Einklang mit dem Geistigen Feld und dessen Bewegung. Ich darf eingreifen, in dem ich einen Stellvertreter aus seiner Verbindung mit den Anderen löse und ihn von diesen abwenden lasse. Oder auch, in dem ich den Stellvertreter einen Kraftsatz sagen lasse, damit etwas sich zeigen darf und eine ins Stocken geratene Aufstellung weiter geführt werden kann und darf. Ich bleibe immer in Demut und überlasse es meiner Intuition, ob ich eine Aufstellung weiterführen kann oder beenden muss. Mit dieser Methode des Familienstellens können Verstrickungen mit der Kraft einer geistigen Bewegung ans Licht geführt und gelöst werden. Wenn wir das mit Achtung annehmen, so wird in unserer Seele eine Heilung stattfinden, die weit in unseres Familiensystem hineinreicht.

In diesem Sinne dient das Familienstellen vor allem der Versöhnung mit dem Sein ohne zu werten und ohne zu urteilen.